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Arbeitsgangbreite für Hubwagen berechnen

Niederhubwagen zwischen Palettenregalen

Niederhubwagen zwischen Palettenregalen

Die korrekte Berechnung der Arbeitsgangbreite ist Voraussetzung dafür, dass Stapler und Hubwagen sicher im Lagerraum fahren können und der Planer eine optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche erreicht. Die Arbeitsgangbreite muss den VDI-Richtlinien entsprechen.

Anforderungen

Der Arbeitsgang muss breit genug sein, damit das Flurförderzeug alle anzusteuernden Regale im Lager erreichen und dabei die vorgesehenen Funktionen – wie das Ein- und Ausstapeln oder das Heben und Senken – erfüllen kann. Für den Fahrer ist ein breiterer Gang daher vorteilhaft. Gleichzeitig sollen die Wege so knapp wie möglich ausfallen, um mehr Platz für die Konstruktion der Regale zu schaffen. Für eine optimale Platzausnutzung sind daher schmale Wege zu bevorzugen.

In der Praxis minimiert eine gelungene Planung die Wegbreiten unter Berücksichtigung der VDI-Vorschriften. Sie stellt sicher, dass die Flurförderzeuge jede gewünschte Position unfallfrei erreichen können und gleichzeitig kein Platz vergeudet wird.

Berechnungsfaktoren

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Berechnung der Arbeitsgangbreite:

Fahrzeugtyp

Vom eingesetzten Flurförderzeug hängt ab, welche Verkehrsbreite erforderlich ist. Jede Fahrzeugart besitzt eine andere Wendigkeit und einen unterschiedlich großen Drehradius. Weniger wendige Fahrzeuge ebenso wie Flurförderzeuge mit größeren Abmessungen benötigen mehr Platz zum Manövrieren.

Lasten

Die Art der zu transportierenden Lasten beeinflusst die Berechnung der Arbeitsgangbreite ebenfalls. Eine entscheidende Rolle spielen die Länge und die Breite der Lasten, die Höhe ist weniger bedeutsam. Die Berechnung muss berücksichtigen, dass sperrige Güter mehr Platz und damit breitere Verkehrswege benötigen.

Manövrierzuschlag

Der Manövrierzuschlag ist der notwendige Sicherheitsabstand zu anderen Fahrzeugen oder Fußgängern im Lager. Dieser ist abhängig davon, ob die Flurförderzeuge einbahnig oder mit Gegenverkehr fahren und ob Fußgänger die Verkehrsgänge überhaupt mitbenutzen. Der Mindestabstand beträgt im Normalfall 200 mm. Eine Erhöhung des Manövrierzuschlags ist erforderlich bei rutschigen Böden, geringer Stabilität der Lasten auf dem Flurförderzeug oder bei Lasten mit sehr großen Abmessungen.

Niederhubfahrzeuge

Die Berechnung der Arbeitsgangbreite berücksichtigt, dass die Niederhubwagen die Lasten direkt vom Boden aufnehmen und dann über der Abstellfläche einschwenken. Daher erfolgt eine Anpassung des Drehradius.

Maße

Die Arbeitsgangbreite für Hubwagen berechnen die zuständigen Planer in den Betrieben anhand der Formeln des VDI. Folgende Maße müssen vorliegen:

  • Sicherheitsabstand a beträgt in der Regel mindestens 200 mm
  • Wenderadius Wa bei Deichsel in Fahrstellung
  • fahrzeugseitige Lastecke R bei breiten Lasten
  • die Fahrzeuglänge L6
  • die Länge bis zur äußeren Lastseite B12
  • der Lastabstand x

Der Sicherheitsabstand von 200 mm gilt für Stapler mit einer Nenntragfähigkeit von bis zu 5.000 kg. Liegt die Tragfähigkeit oberhalb von 5.000 kg, wird für die Berechnung des Sicherheitsabstands folgende Faustformel herangezogen:

Sicherheitsabstand = 1/10 der Gesamtbreite mit Last

Anwendung findet diese Formel zum Beispiel bei Staplern im Containerumschlag.

VDI-Richtlinie

Bei der Planung der Verkehrswege sind die relevanten Richtlinien des VDI zu berücksichtigen. Für Stapler und Hubwagen liegt die erlaubte Arbeitsgangbreite zwischen 1.200 und 2.200 mm. Diese Werte gelten für Stapler und Hubwagen auf den Schmalgängen im Lager, wenn es sich um Flurförderzeuge mit Führungssystemen handelt. Die konkrete Berechnung der Wegbreiten hängt immer von der Beschaffenheit der Last und der Bauart des eingesetzten Fahrzeugs ab. Die VDI-Richtlinien sehen daher für jede Fahrzeugart eine eigene Berechnungsformel vor.

Im Typenblatt für Flurförderzeuge VDI 2198 sind die Berechnungsformeln für verschiedene Flurförderzeuge aufgeführt. Für jede Bauart listet der VDI eigene Formeln auf und verdeutlicht die Berechnung etwa für die Hubwagen-Arbeitsgangbreite anhand von Zeichnungen.

Einzelnachweise