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FIFO

FIFO ist die Abkürzung für First In First Out und bezeichnet ein Verfahren, bei dem die Ware auf eine bestimmte Art und Weise gelagert wird: Artikel, die zuerst eingelagert wurden, werden auch wieder als erstes ausgelagert.

fifo

Darstellung des First-In-First-Out Prinzip

Definition

Das FIFO-Prinzip ist ein übliches Verfahren in der Logistik. Waren die als erstes eingelagert wurden, werden auch wieder als erstes ausgelagert. Die Umsetzung erfolgt, indem die Ladehilfsmittel, wie beispielsweise Paletten, von der einen Seite in die Regale platziert werden und von der anderen Seite aus wieder entnommen. Bekannt ist das FIFO-Verfahren auch unter dem Namen Verbrauchsfolgeverfahren, da die Reihenfolge in der die Güter verbraucht werden, durch das Verfahren selbst, bereits vorgegeben ist.

Einsatz

Dieses Verfahren wird dann eingesetzt, wenn zeitliche Faktoren zu beachten sind. Hier zwei Beispiele:

  • Waren mit Wertverlust über die Zeit, wie zum Beispiel Autoteile, die rosten können
  • Waren mit Verfallsdatum (Mindeshaltbarkeitsdatum), wie Lebensmittel

Exkurs Mindeshaltbarkeitsdatum (MHD): Das MHD gibt an, bis zu welchem Datum ein Lebensmittel bei korrekter Aufbewahrung ohne gesundheitliches Risiko oder Geschmackseinbußungen zu konsumieren ist. Oftmals können die Lebensmittel auch nach Ablauf des Datums konsumiert werden.

Übrigens: Die FIFO-Methode darf nur bei sinkenden Preisen angewendet werden. Bei steigenden Preisen würde ein Verstoß gegen das Niederstwertprinzip vorliegen.

Vorteile und Nachteile des FIFO-Prinzips

  • Rückverfolgbarkeit bei Problemen: Dank der definierten Reihenfolge, in der die Waren das Lager verlassen, kann bei Problemen eine bessere Rückverfolgung stattfinden. Das ist hilfreich, sobald das Lafer mit der Produktion direkt verbunden sind.
  • Gleichbleibende Lagerdauer: Bei gleichbleibendem Durchsatz, befinden sich die Waren immer circa gleich lange im Lager. Dadurch kann der Bestand konstant erneuert werden.
  • Minimum an Verschwendung: Dadurch, dass die zuerst eingelagerten Waren auch wieder ausgelagert werden, wird ein Verfall von Lebensmitteln oder ein Wertverlust von Gütern durch Alterung, Rost oder Beschädigung deutlich minimiert.
  • Verbindung von Arbeitsbereichen: Die FIFO-Regale und die besondere Art des Umgangs mit ihnen verbindet verschiedene Arbeitsbereiche: Die eine Seite des Regals wird zum platzieren der jeweiligen Ware verwendet - der Lagerbereich. Die andere Seite des Regals wird dann wiederum genutzt, um die Ware zu entnehmen - der Kommissionierbereich.

Der Nachteil beim First-In-First-Out Verfahren reduziert sich auf die Notwendigkeit von Regalen, auf die von beiden Seiten aus zugegriffen werden kann. Folglich muss das Lager so aufgebaut oder gemanagt sein, dass Gänge auf beiden Seiten der Regal vorhanden sind, um den Zugriff zu ermöglichen - dadurch wird Lagerkapazität eingebußt.

FIFO-Regale

Um den beidseitigen Zugriff auf die Waren zu ermöglichen, bedarf es Regalen, die so konstruiert sind, dass ebendies möglich ist. Es können mehrere Optionen in Betracht gezogen werden, um die FIFO-Methode technisch realisieren zu können. Hier ein kleiner Überblick über mögliche Regalarten, die in Frage kommen:

  • Durchfahrregale: Gabelstapler können hier von beiden Seiten aus in das Regal einfahren. Die Paletten, die auf den Zinken des Staplers sind, werden dann auf den Stützschienen der Kanäle abgesetzt oder auf der anderen Seite des Regals von ihnen entnommen.
  • Durchlaufregal: Leicht geneigte Rollenbahnen sind bei den Kanälen dieser Regalart anzufinden. Aufgrund der Schwerkraft bewegen sich die Paletten dann zum niedrigenren Teil des Regals, aus dem sie dann wiederum entnommen werden können.
  • Regale mit Pallet Shuttle: Ein Gabelstapler setzt ein halbautomatisiertes Shuttle auf die Stützschienen des Regalkanals. Wird eine Palette eingelagert, nimmt das Shuttle diese auf und bringt sie zum weit entferntesten Platz. Soll ein Artikel oder eine Palette ausgelagert werden, wird das Shuttle von der anderen Seite eingesetzt und bewegt die gewünschte Palette zum Regalende. Von dort kann der Stapler sie entnehmen.