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Gabelstapler

Gabelstapler sind Flurförderfahrzeuge für den innerbetrieblichen Warenumschlag. Haupteinsatzgebiete sind der Transport von Paletten und die Bedienung von Lagerregalen. Zentrales Element ist die aus Hubmast und Gabelträger bestehende Hubeinheit. Stapler haben einen eigenen Antrieb, ermöglichen Hubhöhen von bis zu sechs Metern und können ein bis acht Tonnen heben, teilweise deutlich mehr.

Geschichte

Güterabfertigung mit Gabelstapler 60er Jahre

Güterabfertigung mit Gabelstapler © Bildarchiv von D. Malzahn

Den ersten Gabelstapler entwickelte das US-amerikanische Unternehmen Eugene Clark im Jahr 1924. Die Geräte haben in der Regel einen Gabelträger mit zwei Zinken, die sich auf und ab bewegen lassen. Auch der Abstand der Gabelzinken zueinander ist veränderbar. Die Zinken werden als Gabeln bezeichnet und geben dem Fördermittel seinen Namen.

Bedienung

Gabelstapler-Fahrer bedienen das Flurmittel über Pedale und Handhebel. Das Anheben von Lasten und Kippen der Gabel erfolgt hydraulisch. Zum Fahren und Steuern gibt es entweder ein Fahr- und Bremspedal mit Handhebel zur Auswahl der Fahrtrichtung oder jeweils ein Pedal zum Vorwärts- und Rückwärtsfahren. Dank der Hecklenkung mit großem Lenkeinschlag ist der Wendekreis gering und entspricht meist der Fahrzeuglänge. Federungskomfort bieten spezielle Reifen für Gabelstapler und gefederte Sitze.

Antriebsarten: Diesel, Gas, Elektro und Hybrid

Das Flurförderzeug treibt ein Verbrennungs-, Elektro- oder Hybridmotor an. Als Treibstoff der Verbrennungsmotoren dienen Diesel, Erdgas oder Flüssiggas. Benzinstapler gibt es in der EU kaum noch. Zur Sicherheit ist in Deutschland eine jährliche FEM (Fédération Européenne de la Manutention)-Prüfung vorgeschrieben.

Elektro-Gabelstapler

Elektro-Gabelstapler verursachen keine Schadstoffemissionen und dürfen in Innenräumen eingesetzt werden. Eine Traktionsbatterie versorgt den Elektromotor mit Energie, aktuelle Lithium-Ionen-Akkus eignen sich hervorragend.

Vorteile Nachteile
  • leise im Betrieb
  • perfekt für Innenbereich
  • volle Leistung steht direkt zur Verfügung
  • der ständige Einsatz funktioniert nur mit Wechselbatterie
  • eine Ladestation ist nötig
  • nur für glatte Böden ideal

Gabelstapler mit Verbrennungsmotor

Die auch als V-Stapler bezeichneten Modelle laufen mit Dieselkraftstoff.

Vorteile Nachteile
  • starke Leistung
  • immer einsatzbereit
  • optimal für schwere Lasten
  • höhere Betriebskosten als Elektro-Stapler

Mit Gas betriebene Gabelstapler

Alternativ zum Dieselkraftstoff kann der Betrieb mit Erdgas oder LPG erfolgen.

Vorteile Nachteile
  • lassen sich auf unebenen Böden einsetzen
  • immer einsatzbereit
  • für Innenbereiche geeignet
  • höhere Geräuschemissionen als Akku-Stapler
  • höhere Emissionen als Akku-Stapler

Hybrid-Gabelstapler

Hybrid-Gabelstapler stellen eine Weiterentwicklung der Elektro-Stapler dar. Sie integrieren Kondensatoren, die durch die Rekuperation der Bremsenergie Energie speichern und für die Beschleunigung und Hubvorgänge bereitsteht. Es gibt auch Antriebssysteme mit sparsamem Dieselmotor, Generator und Elektromotor.

Vorteile Nachteile
  • nahezu geräuschloser Betrieb
  • hoher Gesamtwirkungsgrad
  • umweltfreundlich
  • teurer in der Anschaffung

Einsatzgebiete der Gabelstapler

Die Flurförderfahrzeuge transportieren leichte bis schwere Lasten und kommen im Innen- und Außenbereich zum Einsatz. Sie sind unter anderem wichtige Hilfsmittel in der Logistik, in der Landwirtschaft, im Bauwesen und Speditionswesen.

  • Elektrostapler eignen sich für den Innen- und Außeneinsatz und leichte bis mittelschwere Lasten. Haupteinsatzgebiet sind zum Beispiel das Be- und Entladen von Lkw und der Palettentransport im Lager.
  • V-Stapler werden in Außenbereichen eingesetzt und trumpfen mit starker Leistung auf. Sie spielen ihre Vorteile auf geräumigen Geländen aus, wenn große Distanzen zurückgelegt werden. Die Top-Modelle unter den Dieselstaplern sind unter gewissen Umständen in Innenbereichen erlaubt. Für den 3-Schicht-Betrieb sind sie häufig die erste Wahl.
  • Hybridstapler überzeugen als optimale Wahl, wenn ständig gebremst und beschleunigt wird. Dann speichern die Kondensatoren die Energie zwischen und stellen einen Energieboost bereit. Das erweist sich zum Beispiel beim Be- und Entladen von Lkw als vorteilhaft. Varianten mit Diesel- und Elektromotor zeichnet ein hoher Gesamtwirkungsgrad aus.

Stapler-Arten

Die Hersteller bieten die praktischen Helfer in verschiedenen Varianten an. Unterschieden werden diese Stapler-Arten:

  • Geländestapler
  • Schubmaststapler
  • Schmalgangstapler
  • Vier- und Mehrwegestapler
  • Seitenstapler

Als weitere Unterscheidungsmerkmale gelten:

  • Radzahl: drei oder vier Räder
  • Sitzposition: Steh- oder Sitzplatz als Front-, Seit- oder Quersitz
  • Hubhöhe: bis zu sechs Meter
  • Bereifung: Luft, Vollgummi oder Super-Elastik-Reifen

Fahrberechtigung

In Deutschland regeln die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV) die Fahrberechtigung für den innerbetrieblichen Einsatz. Ein Flurfördermittelschein (Staplerschein genannt) dient als Befähigungsnachweis. Der Staplerschein stellt nach dem Gesetz keine Fahrerlaubnis für den öffentlichen Straßenverkehr dar.

Gabelstapler-Alternativen

Je nach Größe und Gewicht des Transportguts kommen andere Flurförderfahrzeuge infrage. Zu den Gabelstapler-Alternativen gehören elektrische Hochhubwagen, aber auch Radlader und mit Gabelzinken ausgestattete Traktoren.