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Hubwagen reparieren

Reifenwechsel bei einem Hubwagen

Reparatur eines Hubwagens

Hubwagen zeichnen sich generell durch eine robuste Bauweise aus, eine Hubwagen-Reparatur ist nur selten erforderlich. Bei intensivem Einsatz im Lager oder in Verkaufsräumen sind Ausfälle dennoch nicht auszuschließen. Das beginnt mit Einschränkungen der Manövrierfähigkeit und erstreckt sich über Störungen in der Hebe- und Absenkfunktion bis hin zum vollständigen Ausfall.

Hubwagen selber reparieren

Grundsätzlich erfolgt die Reparatur der Hubwagen durch einen Fachbetrieb. Kleinere Schäden lassen sich jedoch direkt vor Ort durch den Betrieb beseitigen. Das ist gerade bei Handhubwagen mit hydraulischem Hub der Fall. Folgende Mängel lassen sich selbst reparieren:

  • grundsätzlich alle Schäden an mechanischen Bauteilen
  • Hydraulik
  • Dichtungen

Komplexere Defekte betreffen häufig die elektrischen Bauteile eines Hubwagens. Bei Elektro-Hubwagen und elektrischen Hochhubwagen ist daher die Fachwerkstatt aufzusuchen, hier beseitigt geschultes und zertifiziertes Personal die Schäden. Allgemein ist es wichtig, dass die Reparaturen der Elektronik unter Berücksichtigung der Vorschriften der Hersteller und der Berufsgenossenschaften erfolgen.

Reparatur der Hydraulik

Zu den typischen Ausfällen bei Hubwagen gehört, dass sich der Wagen nicht mehr absenken oder hochpumpen lässt. In diesen Fällen besteht zumeist ein Problem mit der Hydraulik. Folgende Ursachen kommen infrage:

  • Luft im Hydrauliksystem
  • eingedrungene Fremdkörper
  • Verschmutzung im Hydrauliksystem
  • defekte Hydraulikpumpe/Ölaustritt

Entlüftung

Häufig reicht es aus, das Hydrauliksystem zu entlüften, um es wieder zum Laufen zu bringen. Dazu bewegt der Anwender den Gabelgriff in die Absenk-Position. Reicht mehrfaches Pumpen nicht aus, um das Problem zu beseitigen, hilft die Entlüftungsschraube. Über diese entweicht Luft aus dem System. Die Entlüftungsschraube ist direkt am Hydraulikzylinder montiert.

Ölaustritt

Verursachen undichte Leitungen, aus dem Zylinder austretendes Öl oder eine defekte Hydraulikpumpe die Störung, kann die Reparatur nur noch in der Fachwerkstatt erfolgen. Bei einer defekten Pumpe ist häufig ein vollständiger Austausch des Bauteils erforderlich.

Reinigung

Befinden sich im Öl des Hydrauliksystems Schmutz oder Fremdkörper, erfolgt ein Ölwechsel (siehe nachfolgenden Punkt). Sind durch die Verunreinigungen bereits Beschädigungen aufgetreten, hilft nur noch die Reparatur in der Werkstatt.

Öl nachfüllen/wechseln

Ein zu geringer Ölstand ist häufig die Ursache für Funktionsstörungen des Hubwagens. Ebenfalls ist es möglich, dass das Öl verunreinigt ist. Abhilfe schafft die Erhöhung des Ölstands nach Herstellervorgaben.

Ist die Menge des Hydrauliköls ausreichend, kann eine Verunreinigung vorliegen. Verschmutzungen und Fremdkörper im Öl gelangen in die Zwischenräume von Kolben und Zylindern und beschädigen diese mit der Zeit. In diesen Fällen ist ein vollständiger Ölwechsel erforderlich. Dieser erfolgt über die Ablassschraube am Ölbehälter. Der Anwender füllt frisches Öl bis zur markierten Stelle nach. Das abgelassene Öl kommt in die Altöl-Entsorgung.

Transportrollen austauschen

Defekte oder verschlissene Transportrollen haben vielfältige negative Auswirkungen auf die Funktionsweise eines Hubwagens. Sie können die einwandfreie Lagerung der Last erschweren, die Stabilität beeinträchtigen oder die Manövrierfähigkeit behindern.

Zuerst erfolgt in diesen Fällen eine Sichtprüfung. Häufig sind die Transportrollen einseitig abgenutzt und verursachen daher einen unrunden Lauf. Möglich ist auch eine Beschädigung.

Austausch

Die Reparatur erfolgt in den meisten Fällen durch Austausch der betroffenen Rollen. Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme, die der Betrieb selbst durchführen kann. Auf folgende Punkte ist bei den Ersatzrollen zu achten:

  • Verwendung von Originalteilen
  • ausreichende Lastverträglichkeit
  • passende Größe

Nur wenn die Ersatzrollen diesen Anforderungen genügen, ist mit den neuen Rollen ein störungsfreier Betrieb gewährleistet. Im Idealfall liegen Ersatzrollen und -räder für die Hubwagen immer in ausreichender Menge und Qualität bereit.

Prüfung

Die Betriebe führen regelmäßige Überprüfungen aller ihrer Hubwagen durch, um deren ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit festzustellen. Tauchen Probleme auf, erfolgt eine umgehende Beseitigung der Defekte und Beschädigungen, damit es nicht zu Folgeschäden kommt. Das gewährleistet, dass die Mitarbeiter mit Hubwagen in einwandfreiem Zustand arbeiten. Regelmäßige Kontrollen tragen dazu bei, dass sich die Standzeit des Fahrzeugs im Betrieb erhöht und eine Hubwagen-Reparatur seltener erforderlich ist.

Wichtig ist außerdem eine FEM-Prüfung (Fédération Européenne de la Manutention) durch eine entsprechend ausgebildete Fachkraft. Hierbei handelt es sich um eine rechtssichere Prüfung, die einmal im Jahr erfolgen sollte.

Checkliste

Folgende Punkte sind bei jeder Wartung des Hubwagens mindestens einmal wöchentlich zu überprüfen:

  • Dichtigkeit der Zylinder und Leitungen
  • Füllstand des Ölbehälters
  • Zeitpunkt des letzten Ölwechsels
  • Funktionsfähigkeit der Dichtung
  • Abnutzungsgrad der Transportrollen
  • Zustand der elektrischen Bauteile
  • äußerlich sichtbare Schäden wie Risse oder Verformungen

Einzelnachweise