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Intralogistik

Innerbetriebliche Logistik

Innerbetriebliche Logistik

Intralogistik bezeichnet die Material- und Warenflüsse innerhalb eines Betriebsgeländes. Der Begriff grenzt damit zum Warentransport außerhalb des Werks ab. Aufgabe der Intralogistik ist es, den innerbetrieblichen Waren- und Materialfluss zu organisieren, zu steuern und durchzuführen und zu dessen Optimierung beizutragen.

Aufgaben

Die innerbetriebliche Logistik befasst sich mit der Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung der Waren- und Materialflüsse im Betrieb. Dabei kann es sich um Unternehmen der Industrie, des Handels oder um öffentliche Einrichtungen handeln. Dazu greift sie auf technische Systeme und Dienstleistungen zurück. Sie stellt einen zusammenhängenden Informationsfluss her und nimmt den erforderlichen Personal- und Energieeinsatz vor.

Historie

Historisch betrachtet beginnt die innerbetriebliche Logistik mit dem Aufkommen von automatisierten Lagern, Hochregallagern und Warenverteilsystemen, etwa Mitte des 20. Jahrhunderts. Seit diesem Zeitpunkt sind die entsprechenden innerbetrieblichen Abläufe im Transport, im Umschlag und der Lagerung so komplex, dass sie sich als eigene logistische Leistung ansehen lassen.

Automatisierung

Zu den typischen Tendenzen in der Entwicklung der Intralogistik gehört die Automatisierung von Abläufen. Der höhere Automatisierungsgrad in der Intralogistik der Unternehmen ist dabei auch eine Antwort auf Herausforderungen der Globalisierung. Haupttreiber sind eine gestiegene Geschwindigkeit und Kompatibilität der beteiligten Rechner und Steuerungen. Dazu zählen folgende Innovationen:

  • EDV-gestützte Lagerverwaltungssysteme
  • Relationale Datenbanken
  • Vernetzungstechniken wie Werkstückförderer
  • Strichcodes, Strichcode-Drucker, Strichcode-Lesegeräte
  • Hochverfügbare Systeme mit minimalen Ausfallquoten
  • Mobile Peripherie
  • Bessere Hardware und Betriebssysteme

Vor- und Nachteile der Automatisierung

Folgende Vorteile und Nachteile der Automatisierung lassen sich in der Intralogistik identifizieren:

Vorteile Nachteile
  • Erhöhung der Effizienz
  • Kostensenkung
  • Beschleunigung von innerbetrieblichen Prozessen
  • Schnellere Auftragsabwicklung
  • Reduzierte Fehleranfälligkeit
  • Hohe Investitionskosten
  • Lange Dauer der Umsetzung
  • Kontrollverlust im Prozess
  • Macht personelle Änderungen erforderlich

Interdisziplinarität

Damit die Intralogistik ihre Aufgaben in den Betrieben erfüllen kann, muss sie in hohem Maße interdisziplinär vorgehen. Sie erfüllt Querschnittsaufgaben aus verschiedenen Teilgebieten aus der Betriebswirtschaft, der Information und Kommunikation und der Fördertechnik.

Das Zusammenwirken dieser Teilbereiche stellt die erfolgreiche Umsetzung der anstehenden Aufgaben in der Intralogistik sicher. Um sicherzustellen, dass alle Waren und Materialien zur richtigen Zeit am gewünschten Betriebsort vorliegen, müssen verschiedene Systeme und Anlagen effizient zusammenarbeiten. Dazu gehören die folgenden:

  • Fördertechnik
  • Lagertechnik
  • Sensorik und Aktorik
  • Planung, Dimensionierung und Prozessgestaltung
  • Identifikations-, Steuerungs- und Softwaresysteme

Strategien

Eine der wesentlichen Herausforderungen in der Intralogistik besteht im richtigen Umgang mit einer steigenden Variantenvielfalt. Kunden erhalten zunehmen die Möglichkeit, Produkte zu individualisieren, und die Modulbauweise verbreitet sich stark. Das macht die innerbetriebliche Logistik komplizierter. Für die Bewältigung dieser Aufgabe kommen in der Praxis mehrere Strategien infrage:

  • Eigenständige Routenorganisation: Im E-Commerce gewinnt die kartonverpackte Ware und damit der kleine Ladungsträger an Bedeutung. Die Intralogistik reagiert mit autonom agierenden Transportsystemen, die ihre Routen im Lager und zwischen den verschiedenen Bereichen des Betriebsgeländes selbstständig berechnen. Die Fahrzeuge stimmen sich untereinander ab, wer welche Route wählt.
  • Selbstfüllende Lager: In der Intralogistik spielen zunehmend Lager eine wichtige Rolle, die Leerstände in Echtzeit erkennen und ihre Auffüllung einleiten.
  • Roboter: Um die innerbetriebliche Logistik effizienter zu gestalten, kommen Roboter beispielsweise bei der Depalettierung zum Einsatz. Sie stellen automatisch und intelligent Mischpaletten zusammen, bei denen weniger empfindliche Produkte wie Waschmittel unten stehen und empfindlichere Produkte wie Kartons mit Eiern oben auf der Palette liegen. Die Fördertechnik fährt die Roboter direkt an, damit diese auf dem Gelände oder im Lager nur möglichst kurze Wege selbst zurücklegen.